Heringer Erwachsenen Krippenspiel

2007 bis 2017 eine Chronologie

 

Jeweils am 4. Adventssonntag wird in der Heringer Stadtkirche ein Erwachsenen Krippenspiel aufgeführt. Auf Initiative der damaligen Pfarrerin Sonja Hoster wurde 2007 damit begonnen. Nach ihrem Weggang im Jahre 2009 trat eine Pause ein. Im Jahre 2010 wurde die Idee wieder aufgenommen.

Für die ersten beiden Stücke wurden noch Vorlagen genutzt. 2010 wurde eine Vorlage adaptiert und für die Kirche angepasst. Seitdem finden die Krippenspiele zusammen mit dem Christophorusvereins (Förderverein der ev. Ref. Gemeinde Heringen) statt, der sich sowohl die Förderung der Kirchenmusik als auch die Generationenarbeit in einer durch den demografischen Wandel geprägten Gegend zum Ziel gesetzt hat. Gleichzeitig will er das kulturelle Leben in der eigenen Gemeinde mit Kunstausstellungen und Theater fördern.

 

 

Seit 2012 werden die Stücke von Claus Heymann für die Kirche selbst geschrieben und inszeniert. Dabei fand Abkehr von einem reinen Krippenspiel als Darstellung der Weihnachtsgeschichte statt und es wurde stärker der heutige Umgang mit Weihnachten und die Bedeutung der Weihnachtsgeschichte für die heutige Zeit in den Blick genommen.

                                                                            

Szenenbild 2013So stand 2013 unter dem Titel “Flucht nach Ägypten - oder über Grenzen hinweg” die Flüchtlingsproblematik mit einer Erinnerung an die Grenzöffnung von 1989 im Mittelpunkt. Dieses Stück wurde schon von verschiedenen Kirchengemeinden nachgefragt. 2015 wurde es in der Maria Rosenkranz-Kirche in Frankfurt aufgeführt.

 

2014 wurde mit dem Stück “AUF-HEIMAT-LOS - Die Herbergssuche” die Problematik von Menschen, die ihrer Heimat beraubt werden oder ihre Heimat bedroht fühlen unter dem Gesichtspunkt der Weihnachtsgeschichte betrachtet.

 

Schlussbild 20152015 stand unter dem Titel “Fürchtet Euch nicht! - oder ein Anfang” die Frage, was die Weihnachtsgeschichte für den einzelnen an Sicherheit in einer immer unsichereren Umbruchszeit bedeuten kann.

 

 

 

Da am 1. Advent das Kirchenjahr beginnt, stand 2016 unter dem Titel Die Lutherin“Reformierte Weihnachten - oder die Wahrheit ist nicht einfach” Luther sowohl mit seinen Thesen und auch musikalisch in Bezug auf das Weihnachtsfest im Mittelpunkt. Das Stück eröffnete, auch wenn Luther selbst nicht kam, sondern  seine Frau Katharina von Bora, das Lutherjahr in Heringen.

 

 Im Jubiläumsjahr 2017 musste vom traditionellem Vorführungstermin abgerückt werden. Da der 4. Advent auf den 24. Dezember fiel, fand das Krippenspiel unter dem Titel "Der gebrochene Flügel" schon am 3. Advent statt.

Ein Engel, dem um die Sorge um die Welt ein Flügel brach, befragt die 4 Evangelisten nach der Weihnachtsbotschaft. Im Wechselspiel zwischen den gelesenen unterschiedlichen Weihnachtsgeschichten (soweit sie eine haben) und gespielten Szenen wird auch deutlich, dass sich viele grundlegende Probleme der Menschen in 2000 Jahren nicht geändert haben.

 

Auch für 2018 ist unter dem Titel "Smarte Christnacht oder die Weihnachts-App" geplant.

Es ist Weihnachten. Die Erwachsenen wollen in die Kirche, das traditionelle Krippenspiel besuchen. Die Jugendlichen haben keine Lust. Sie wollen sich die langweilige Zeit bis zur Bescherung lieber mit einem Handy-Chat verkürzen.

Sie setzen sich durch. Sie müssen nicht mitgehen, doch landen sie in ihrem Chat bei den Fragen:

Was soll das mit Weihnachten? Was wird da gefeiert?

Sie nutzen eine neue Weihnachts-App, die diese Fragen mit Begebenheiten aus der Weihnachts­geschichte zu beantworten versucht. Der Termin rückt wieder auf den traditionellem 4. Advent also der 23. Dezember 2018

 

Seit 2014 betei2014 mit Kantorei über 50 Mitwirkendeligt sich auch die Kantorei unter Leitung des Pop-Kantors Matthias Weber, der auch eigene Melodien beisteuert.

Musikalisch getragen werden sie auch immer durch Beiträge des Pfarrers und Liedermachers Thorsten Waap.

 

Die Erwachsenen Krippenspiele wurden zu einer Verbindung aller drei Zielsetzungen des Christophorusvereins (Förderung der Kirchenmusik, Generationen- und Jugendarbeit und Kulturförderung). Seit 2014 beteiligen sich jedes Jahr weit über 40 Mitwirkende im Alter von 14 bis 80 Jahren.

Da der Platz der Kirche nicht mehr ausreichte, wird seit 2015 noch eine öffentliche Generalprobe angeboten. Seit dem Jahr verfolgten jeweils  über 1000 Zuschauer in zwei Vorstellungen das Krippenspiel.